25. Juni 2018 Team Hill Hauskonzepte GmbH

Was ist ein Bodengutachten?

Was ist ein Bodengutachten?

Ein Bodengutachten – oder auch Baugrund- und Gründungsgutachten, Baugrundgutachten oder bodenmechanisches Gutachten – ist seit 2008 in Deutschland bauordnungsrechtlich vorgeschrieben.

Es dient der Planung und Realisierung eines Bauvorhabens und sollte idealerweise vor dem Kauf eines Grundstückes gemacht werden, um Risiken und Schäden zu vermeiden – insbesondere wenn der Kaufpreis des Grundstücks verdächtig niedrig ist.

Denn laut § 645 BGB trägt der Bauherr das Baugrundrisiko – sofern es keine vertraglich abweichende Regelung gibt – da der Boden als „vom Besteller gelieferter Stoff“ gilt.

Mit dem Bodengutachten lässt sich das Risiko von Schäden am späteren Eigenheim senken. Hierbei werden der geologische Aufbau sowie die Grundwasserverhältnisse des Bodens begutachtet.
Entnommene Proben werden im Labor untersucht, wobei sich auch zeigt, ob giftige Stoffe im Boden versteckt sind. Dies ist meistens der Fall, wenn Grundstücke gekauft werden, die zuvor gewerblich genutzt wurden. So schützt es also vor Mehrkosten, Wasserschäden und einem hohen Zeitverzug.

Die Kosten für ein Bodengutachten müssen selber getragen werden und liegen je nach Umfang zwischen 500,00 € und 2.500,00 €. Das Bodengutachten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus liegt bei bis zu 1.000,00 €.

Sollen weitere Leistungen erbracht werden, wie z.B. eine Wasserdurchlässigkeitsanalyse können sich die Kosten auf bis zu 2.500,00 € erhöhen.

Bodengutachten erkennen mögliche Risiken

Das Bodengutachten wird von einem zugelassenen Geologen durchgeführt. Dafür benötigt dieser zunächst die Pläne des Vermessers, anhand dieser kann er den genauen Bauplatz erkennen und in sein Gutachten einbringen.

Bodengutachten - Hill Hauskonzepte GmbH

Das Erstellen von einem Bodengutachten kann Sie vor Risiken und hohen Kosten schützen.

Im nächsten Schritt werden Kleinbohrungen an zwei gegenüber liegenden Ecken des Bauplatzes durchgeführt, diese haben eine maximal Tiefe von sechs Metern. Aus diesen Bohrungen werden dann Proben entnommen, die später analysiert werden. Es ist auch möglich, dass mehr als zwei Bohrungen angeordnet werden, diese erhöhen dann die Kosten.

Sind die Proben ausgewertet, kann das Gutachten des Geologen verschiedene Ergebnisse aufzeigen. Wenn keine Besonderheiten gefunden wurden, darf ohne weitere Maßnahmen und Kosten gebaut werden.

Zeigt das Gutachten zum Beispiel einen hohen Grundwasserspiegel auf und es ist ein Bau mit Keller geplant benötigt der Keller eine „weiße Wanne“. Allerdings ist es auch möglich, dass sich nach der Untersuchung herausstellt, dass der Baugrund nicht für einen Bau geeignet ist, dies kann verschiedene Ursachen haben.

Weitere Informationen und Erklärungen können wir Ihnen gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch ermöglichen. Nutzen Sie einfach unsere Kontaktmöglichkeiten, unser Team freut sich Sie kennenzulernen.